Das Auto verzögert noch, aber das Pedalgefühl hat sich verändert? Dann lohnt ein früher Blick auf die Bremsbeläge, denn Verschleiß zeigt sich oft schon, bevor eine Warnanzeige aufleuchtet oder ein Metallgeräusch beginnt. Wird das Reibmaterial zu dünn, steigen Hitze und Scheibenverschleiß, im Ernstfall auch der Bremsweg.
Frühe Veränderungen
Die ersten Hinweise sind meist unscheinbar. Typisch sind etwas mehr Pedaldruck, ein längerer Pedalweg oder das Gefühl, dass die Bremse erst spät kräftig zupackt, obwohl noch kein Quietschen zu hören ist. Auch leichtes Ziehen beim sanften Bremsen oder eine ungleich wirkende Bremskraft sollten nicht als normaler Alterungseffekt abgehakt werden.
Wie schnell Beläge schrumpfen, hängt stark vom Einsatz ab. Viel Stadtverkehr, kurze Wege, häufige Beladung oder Anhängerbetrieb lassen sie oft schneller verschleißen; bei langen Strecken mit wenigen Bremsvorgängen fällt das Nachlassen dagegen oft später auf. Ein Blick ins Serviceheft oder in frühere Rechnungen hilft, die letzte Erneuerung grob einzuordnen und das eigene Gefühl besser einzuordnen.
Blick durch die Felge
Eine kurze Sicht- und Funktionskontrolle dauert nur wenige Minuten und gelingt am besten bei kühlen Bremsen auf ebenem Stand. Sie ersetzt keine Messung in der Werkstatt, zeigt aber oft früh, ob Eile geboten ist und ob die Bremse nicht nur anders wirkt, sondern auch sichtbar verschlissen aussieht.
- Durch die Felge auf den Belag schauen: Ist das Reibmaterial nur noch wenige Millimeter dick oder links und rechts deutlich ungleich, ist ein Werkstatttermin sinnvoll.
- Die Bremssche