Wer auf der Autobahn mit fast leerem Tank an einer Raststätte landet, zahlt oft deutlich mehr als nötig. Mit etwas Planung und einem wachen Blick für Spritfresser am Fahrzeug lassen sich die Kosten für Kraftstoff spürbar senken. So bleibt auf langen Strecken mehr Geld übrig, ohne dass die Fahrzeit nennenswert steigt.
Teure Raststätten einschätzen
Tankstellen direkt an der Autobahn verlangen für Kraftstoff meist spürbare Aufschläge gegenüber Stationen abseits der Strecke. Typisch sind Aufpreise von etwa 10 bis 30 Cent pro Liter, in Spitzenzeiten auch mehr – bei einem 50-Liter-Tank summiert sich das schnell auf rund 5 bis 15 Euro pro Stopp.
Besonders teuer sind häufig die Zapfsäulen mit Tankautomaten unmittelbar an der Fahrbahn, vor allem an stark frequentierten Reisetagen. Oft reicht es schon, 5 bis 10 Minuten von der Schnellstraße abzufahren: Der Zeitverlust ist gering, der Spareffekt über eine längere Fahrt hinweg jedoch deutlich spürbar.
Smarte Tankstrategie
Wer erst tankt, wenn die Reserveleuchte auf der Autobahn aufleuchtet, gerät schneller in die Kostenfalle Raststätte. Sinnvoll ist es, lange Strecken so zu planen, dass vor der Auffahrt auf die Autobahn oder kurz nach dem Verlassen der Schnellstraße getankt wird. Ein Füllstand von ungefähr einem Viertel eignet sich gut, um gezielt nach einer günstigeren Tankstelle zu suchen, ohne unter Druck zu geraten.
Da viele Stationen ihre Preise mehrmals täglich ändern, kann die Wahl des Zeitpunkts zusätzlich sparen. Häufig sind die frühen Abendstunden günstiger als der Morgen oder klassische Berufsverkehrszeiten, auch wenn es betriebsbedingte Unterschiede gibt. Wichtig ist, kleine Differenzen von 1 bis 2 Cent pro Liter nicht mit großen Umwegen zu erkaufen – der zusätzlich verfahrene Kraftstoff frisst die Ersparnis sonst schnell wieder auf.
Versteckte Spritfresser
Nicht nur der Preis an der Zapfsäule, auch der Zustand des Fahrzeugs entscheidet über die Spritrechnung. Zeigt der Bordcomputer plötzlich 0,5 bis 1,0 Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer an, ohne dass sich die Fahrweise geändert hat, lohnt ein genauerer Blick. Häufig steckt dahinter ein zu niedriger Reifendruck oder unnötige Anbauten am Fahrzeug.
Zu weiche Reifen können den Verbrauch um etwa 5 bis 10 Prozent in die Höhe treiben, im Extremfall noch mehr. Einmal im Monat und vor längeren Fahrten den Druck zu prüfen, dauert nur wenige Minuten und kostet je nach Station wenig oder nichts; als Orientierung dient der vom Hersteller empfohlene Wert, der meist in der Türfalz oder am Tankdeckel steht. Auch Dachträger, Dachboxen und Fahrradträger wirken sich aus: Eine leere Dachbox kann bei Reisegeschwindigkeit den Verbrauch um rund 10 bis 25 Prozent erhöhen